Senioren_innen genießen Izola

Anna`s Erfahrungen

Travelling with seniors

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Senioren_innen in Izola

Am 12. November 2016 traten 15 österreichische Reisende ihre Reise nach Izola, Slowenien, an. Als jüngste der Gruppe kam mir eine besondere Rolle zu: Ich fungierte als Tutorin für diese Reise.

Wir starteten in Graz und reisten mit dem Zug in die slowenische Hauptstadt Ljubljana: Das Ziel ist von Graz nicht so weit entfernt, was sicherlich ein Plus ist. Die Reise war sehr komfortabel – die Fahrt dauerte ohne Umstiege vier Stunden – und die Zeit verging schnell mit einigen netten Gesprächen in den Abteilen. Einer aus unserer Gruppe hatte einen Slowenisch Kurs besucht und uns auf der Fahrt einige nützliche Wörter und Phrasen beigebracht; einige andere, die zuvor bereits einmal in Izola gewesen sind, erzählten von der atemberaubenden Landschaft.

Am Bahnhof in Ljubljana hatten wir ein kleines Problem mit einem Aufzug, der außer Betrieb war, aber gemeinsam haben wir das Problem gemeistert. Als es Zeit wurde für das Mittagessen war, sind wir in das Restaurant Kratochwill in der Nähe des Bahnhofs gegangen, in dem Alenka Ogrin von ZDUS einen Tisch für uns reserviert hatte. Das Personal war nett und das Essen sehr lecker. Die Busfahrer des ZDUS-Hotels 'Delfin' holten uns vom Restaurant ab und brachten uns in Minibussen zu unserer Endhaltestelle Izola.

Beim Einchecken im Hotel Delfin erlebten wir eine angenehme Überraschung: jeder von uns bekam ein Doppelzimmer mit Meerblick. Zum Abendessen trafen wir Alenka und aßen gemeinsam: Sie erläuterte uns das Programm des Besuches und erzählte über das Projekt DiscOver55. Nach dem Abendessen spielte eine Band im Foyer unseres Hotels: viele Leute lachten, hatten Spaß und tanzten zu den englischen und slowenischen Liedern – ein sehr schöner Beginn unseres Aufenthaltes!

Am nächsten Tag, Sonntag, testeten einige von uns die morgendlichen Aktivitäten, die von 7.30 bis 8.00 Uhr im Hotel angeboten werden: Fitness und Wassergymnastik. Nach dem Frühstück trafen wir Nina Golob, die Hotelmanagerin, die uns das Hotel und die Verbindung mit ZDUS präsentierte. Das Hotel wurde mit den finanziellen Mitteln der Seniorenorganisation gebaut und folgt deren Vorstellung von Entspannung und Urlaub.

Die slowenische Adriaküste ist nur 46 km lang, daher mussten alternative Wege für den Tourismus gefunden werden: Entworfen als Wellnessoase, wurde das Hotel Delfin in diesem Jahr um einen Kneipp-Garten erweitert. Darin werden Kneipp Wasserwege, botanische Heilpflanzen sowie Bewegungsübungen und Empfehlungen zur Ernährung angeboten.

Am Nachmittag hatten wir einen geführten Besuch im historischen Zentrum von Izola. Früher eine Insel ("Isola" bedeutet auf italienisch Insel), ist die Region auch heute noch faszinierend und man kann ihre Geschichte immer noch an der architektonischen Schönheit spüren. Unterwegs verkosteten wir Wein und Prosciutto. Auf dem Rückweg zum Hotel trafen wir eine alte Dame, die uns erzählte, dass sie als Kind während des Zweiten Weltkrieges in Graz gefangen gewesen war. Das war wirklich ergreifend und zeigte uns, dass es immer noch wichtig ist, für eine bessere Zukunft - über Grenzen und über Generationen hinweg - zu arbeiten. Beim Abendessen dachten wir über die österreichische und slowenische Geschichte nach, was wir gemeinsam haben und was wir über Kultur, Natur, Menschen und so weiter wissen.

Am Montag besuchten wir Strunjan gemeinsam mit Irena und Alenka, während uns der lokale, kalte Wind "Bora" um die Ohren pfiff. Auf dem preisgekrönten Themenweg "Strunjan und die Naturregion" lernten wir Wissenswertes über die lokale Produktion von Salz, das aufgrund seines hohen Wertes auch Weißgold genannt wird. In einer schönen Taverne genossen wir ein typisch slowenisches Mittagessen, gemeinsam mit vielen Einheimischen, die das Lokal besuchten: das Kakis-Dessert war ein besonderer Genuss!

Beim Besuch von Piran am Nachmittag lernten wir eine schöne Stadt mit venezianischem Einfluss kennen. Der Violinist Giuseppe Tartini lebte hier und der Hauptplatz ist nach ihm benannt. Der Heilige George ist der Schutzpatron der Stadt und die Kirche auf dem Hügel ist ihm gewidmet. Wir machten auch einen kurzen Halt in Portorož, schon 1300 als Kurort bekannt. Wir erlebten einen wundervollen Sonnenuntergang in der so genannten Rosenstadt.

Am vierten Tag spazierten wir über den Rundweg, der auch den Kneipp-Garten beinhaltet. Das Hotel entwickelte einen Rundweg mit 16 Stationen an denen die Grünflächen Izolas vorgestellt werden. Das Mittagessen im 'Gostilna Doro', einem der besten Restaurants in Izola, bot mit Ente und Rotkraut eine besondere Leckerei anlässlich des Martinstages: Die ganze Gruppe genoss das hervorragende Essen. Nach dem Abendessen im Hotel spielte ein Musiker Evergreens, auch einige deutsche Lieder, was uns viel Spaß machte.

Am Mittwoch, 16. November, besuchten wir einen Bauernhof, wo wir Interessantes über die Olivenölproduktion lernten. Der Besuch der Kirche in Hrastovlje war ein besonderes Erlebnis: 1949 wurden hier berühmte Fresken mit Bibelmotiven entdeckt.

Anschließend besuchten wir Koper, die größte Stadt im slowenischen Teil von Istrien, die in der Römerzeit „Ziegeninsel“ genannt wurde. Diese moderne Stadt ist von der Geschichte geprägt. Die Blütezeiten der Stadt fanden in erster Linie unter venezianischer Herrschaft statt. Das italienische Flair kann man heute noch sehen und spüren. Danach besuchten wir den größten Weinkeller des slowenischen Teils von Istrien, Vino Koper. Wir verkosteten Malvazija und Refosco, typische Rebsorten der Region. Wir genossen dort auch ein Abendessen und einige von uns kauften Weine als Geschenke für zuhause.

Am Donnerstag, unserem letzten Tag, fuhren wir zurück nach Ljubljana. Wir bekamen eine Führung durch das Stadtzentrum und entdeckten die Geheimnisse einer der grünsten Städte Europas. Nach einem netten Mittagessen bei Druga Violina machten wir uns auf dem Weg zum Bahnhof, wo wir den Zug zurück nach Graz bestiegen. Wir waren wirklich traurig, dass die Reise zu Ende ging, aber wir freuten uns auch alle, zu Hause über unsere neuen Eindrücke zu erzählen.

Eine der Erinnerungen, die wir von dieser Reise mit nach Hause nehmen, sind die netten Menschen. Sie waren alle sehr zugänglich und versuchten, ein paar Worte auf Deutsch zu sprechen. Wir haben auch versucht, einige slowenische Wörter zu lernen, aber die Sprache ist wirklich schwer. Es wäre schön, auch einen Sprachunterricht im Hotel anzubieten, um gegebenfalls ein paar Worte zu lernen. Abschließend kann ich sagen, dass einige von uns wieder nach Izola reisen werden, da es nicht weit weg ist und Slowenien ein günstiges Reiseland im Vergleich zu Österreich ist. Ich selbst bin etwas zu jung für das Hotel Delfin, aber meine Großeltern wären die perfekte Zielgruppe. Das Programm war vielseitig, aber manchmal war es ein wenig zu viel. Ich denke, dass ein Ausflug am Tag ausreichend ist. Alles in allem verbrachten wir einige schöne Tage in einer wunderschönen Gegend und können die Reise auf jeden Fall weiterempfehlen!

 

Weitere Infos unter:

http://www.discover55.eu

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Am 12. November 2016 traten 15 österreichische Reisende ihre Reise nach Izola, Slowenien, an. Als jüngste der Gruppe kam mir eine besondere Rolle zu: Ich fungierte als Tutorin für diese Reise.

Wir starteten in Graz und reisten mit dem Zug in die slowenische Hauptstadt Ljubljana: Das Ziel ist von Graz nicht so weit entfernt, was sicherlich ein Plus ist. Die Reise war sehr komfortabel – die Fahrt dauerte ohne Umstiege vier Stunden – und die Zeit verging schnell mit einigen netten Gesprächen in den Abteilen. Einer aus unserer Gruppe hatte einen Slowenisch Kurs besucht und uns auf der Fahrt einige nützliche Wörter und Phrasen beigebracht; einige andere, die zuvor bereits einmal in Izola gewesen sind, erzählten von der atemberaubenden Landschaft.

Am Bahnhof in Ljubljana hatten wir ein kleines Problem mit einem Aufzug, der außer Betrieb war, aber gemeinsam haben wir das Problem gemeistert. Als es Zeit wurde für das Mittagessen war, sind wir in das Restaurant Kratochwill in der Nähe des Bahnhofs gegangen, in dem Alenka Ogrin von ZDUS einen Tisch für uns reserviert hatte. Das Personal war nett und das Essen sehr lecker. Die Busfahrer des ZDUS-Hotels 'Delfin' holten uns vom Restaurant ab und brachten uns in Minibussen zu unserer Endhaltestelle Izola.

Beim Einchecken im Hotel Delfin erlebten wir eine angenehme Überraschung: jeder von uns bekam ein Doppelzimmer mit Meerblick. Zum Abendessen trafen wir Alenka und aßen gemeinsam: Sie erläuterte uns das Programm des Besuches und erzählte über das Projekt DiscOver55. Nach dem Abendessen spielte eine Band im Foyer unseres Hotels: viele Leute lachten, hatten Spaß und tanzten zu den englischen und slowenischen Liedern – ein sehr schöner Beginn unseres Aufenthaltes!

Am nächsten Tag, Sonntag, testeten einige von uns die morgendlichen Aktivitäten, die von 7.30 bis 8.00 Uhr im Hotel angeboten werden: Fitness und Wassergymnastik. Nach dem Frühstück trafen wir Nina Golob, die Hotelmanagerin, die uns das Hotel und die Verbindung mit ZDUS präsentierte. Das Hotel wurde mit den finanziellen Mitteln der Seniorenorganisation gebaut und folgt deren Vorstellung von Entspannung und Urlaub.

Die slowenische Adriaküste ist nur 46 km lang, daher mussten alternative Wege für den Tourismus gefunden werden: Entworfen als Wellnessoase, wurde das Hotel Delfin in diesem Jahr um einen Kneipp-Garten erweitert. Darin werden Kneipp Wasserwege, botanische Heilpflanzen sowie Bewegungsübungen und Empfehlungen zur Ernährung angeboten.

Am Nachmittag hatten wir einen geführten Besuch im historischen Zentrum von Izola. Früher eine Insel ("Isola" bedeutet auf italienisch Insel), ist die Region auch heute noch faszinierend und man kann ihre Geschichte immer noch an der architektonischen Schönheit spüren. Unterwegs verkosteten wir Wein und Prosciutto. Auf dem Rückweg zum Hotel trafen wir eine alte Dame, die uns erzählte, dass sie als Kind während des Zweiten Weltkrieges in Graz gefangen gewesen war. Das war wirklich ergreifend und zeigte uns, dass es immer noch wichtig ist, für eine bessere Zukunft - über Grenzen und über Generationen hinweg - zu arbeiten. Beim Abendessen dachten wir über die österreichische und slowenische Geschichte nach, was wir gemeinsam haben und was wir über Kultur, Natur, Menschen und so weiter wissen.

Am Montag besuchten wir Strunjan gemeinsam mit Irena und Alenka, während uns der lokale, kalte Wind "Bora" um die Ohren pfiff. Auf dem preisgekrönten Themenweg "Strunjan und die Naturregion" lernten wir Wissenswertes über die lokale Produktion von Salz, das aufgrund seines hohen Wertes auch Weißgold genannt wird. In einer schönen Taverne genossen wir ein typisch slowenisches Mittagessen, gemeinsam mit vielen Einheimischen, die das Lokal besuchten: das Kakis-Dessert war ein besonderer Genuss!

Beim Besuch von Piran am Nachmittag lernten wir eine schöne Stadt mit venezianischem Einfluss kennen. Der Violinist Giuseppe Tartini lebte hier und der Hauptplatz ist nach ihm benannt. Der Heilige George ist der Schutzpatron der Stadt und die Kirche auf dem Hügel ist ihm gewidmet. Wir machten auch einen kurzen Halt in Portorož, schon 1300 als Kurort bekannt. Wir erlebten einen wundervollen Sonnenuntergang in der so genannten Rosenstadt.

Am vierten Tag spazierten wir über den Rundweg, der auch den Kneipp-Garten beinhaltet. Das Hotel entwickelte einen Rundweg mit 16 Stationen an denen die Grünflächen Izolas vorgestellt werden. Das Mittagessen im 'Gostilna Doro', einem der besten Restaurants in Izola, bot mit Ente und Rotkraut eine besondere Leckerei anlässlich des Martinstages: Die ganze Gruppe genoss das hervorragende Essen. Nach dem Abendessen im Hotel spielte ein Musiker Evergreens, auch einige deutsche Lieder, was uns viel Spaß machte.

Am Mittwoch, 16. November, besuchten wir einen Bauernhof, wo wir Interessantes über die Olivenölproduktion lernten. Der Besuch der Kirche in Hrastovlje war ein besonderes Erlebnis: 1949 wurden hier berühmte Fresken mit Bibelmotiven entdeckt.

Anschließend besuchten wir Koper, die größte Stadt im slowenischen Teil von Istrien, die in der Römerzeit „Ziegeninsel“ genannt wurde. Diese moderne Stadt ist von der Geschichte geprägt. Die Blütezeiten der Stadt fanden in erster Linie unter venezianischer Herrschaft statt. Das italienische Flair kann man heute noch sehen und spüren. Danach besuchten wir den größten Weinkeller des slowenischen Teils von Istrien, Vino Koper. Wir verkosteten Malvazija und Refosco, typische Rebsorten der Region. Wir genossen dort auch ein Abendessen und einige von uns kauften Weine als Geschenke für zuhause.

Am Donnerstag, unserem letzten Tag, fuhren wir zurück nach Ljubljana. Wir bekamen eine Führung durch das Stadtzentrum und entdeckten die Geheimnisse einer der grünsten Städte Europas. Nach einem netten Mittagessen bei Druga Violina machten wir uns auf dem Weg zum Bahnhof, wo wir den Zug zurück nach Graz bestiegen. Wir waren wirklich traurig, dass die Reise zu Ende ging, aber wir freuten uns auch alle, zu Hause über unsere neuen Eindrücke zu erzählen.

Eine der Erinnerungen, die wir von dieser Reise mit nach Hause nehmen, sind die netten Menschen. Sie waren alle sehr zugänglich und versuchten, ein paar Worte auf Deutsch zu sprechen. Wir haben auch versucht, einige slowenische Wörter zu lernen, aber die Sprache ist wirklich schwer. Es wäre schön, auch einen Sprachunterricht im Hotel anzubieten, um gegebenfalls ein paar Worte zu lernen. Abschließend kann ich sagen, dass einige von uns wieder nach Izola reisen werden, da es nicht weit weg ist und Slowenien ein günstiges Reiseland im Vergleich zu Österreich ist. Ich selbst bin etwas zu jung für das Hotel Delfin, aber meine Großeltern wären die perfekte Zielgruppe. Das Programm war vielseitig, aber manchmal war es ein wenig zu viel. Ich denke, dass ein Ausflug am Tag ausreichend ist. Alles in allem verbrachten wir einige schöne Tage in einer wunderschönen Gegend und können die Reise auf jeden Fall weiterempfehlen!

 

Weitere Infos unter:

http://www.discover55.eu