DISCOVER55

Unser Tourismus- Experte Walter Prager berichtet aus Slowenien

DISCOVER

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Liebe reisefreudige Senioren und Freunde von GEFAS, dem gemeinnützigen Verein für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen:

 

Hier findet Ihr meinen zweiten Reisebericht über die Fortsetzung des EU-Projektes in unserer Partnerregion Slowenien, nämlich in der Stadt Isola/Izola mit Umgebung, hier „Hinterland“ genannt.

Die doppelte Namensnennung weist schon auf die Besonderheit dieser, ursprünglich auf einer Insel erbauten, schönen Stadt hin - hier herrscht nämlich offizielle Zweisprachigkeit von Italienisch und Slowenisch, was auch von beiden „Volksgruppen“ eifrig geübt wird. Das Italienische findet sich in einer eigenen Communita samt Rechts- und Schulwesen wieder und geht bis ins 14. Jahrhundert zurück, denn Venedig war bis in 19. Jhdt. Herrin von Istrien. Österreich war dort nur Kurzzeitbesitzer bis zum unseligen Jahr 1918/19.

Isola mit seinen ca. 16.000 Bewohnern  liegt - eingebettet in seiner adriatischen Uferzone und halbkreisförmig diese schützend umgebende Berg/Hügelkette - zwischen der Hafen- und Handelsstadt Kopa und dem Tourismus-Hotspot Portoroz mit seinem prominenten Nachbarn Piran, früher Fischer-, heute Stadt mit Kunst, Kultur und Lebensfreude. Weltkulturerbe. Davon in meinem Bericht später mehr…

Unser slowenischer DisCover55-Partner ist ZDUS, mit mehr als 200.000 pensionierten Mitgliedern der größte Verein des Landes, auch im dortigen Parlament repräsentativ vertreten!  Eben zu dieser Gruppe gehört seit Jahren auch das führende Hotel Delfin, Tagungs-, Verpflegungs- und Unterbringungsunternehmen, auch für uns neun Experten aus ITA, FIN, SLO und AUT. Alenka Ogrin, unsere Organisatorin und slowenische Projektpartnerin hat alles im Vorhinein für uns gut organisiert, sodass die Mitarbeiter an der Rezeption es leicht hatten, unsere Zimmerschlüssel zu finden.

Das Hotel mit über 200 Zimmern in Dreisternqualität wurde 1980 erbaut und befindet sich baulich und optisch in einem sehr guten Zustand; die Angebote und Leistungen betreffend, gilt das Haus als Erholungs-, Genesungs-, See-, Kur- und Spahotel mit besonderem Schwerpunkt auf die Lehren und Erkenntnisse von Sebastian Kneipp!   Dazu wurde unlängst ein vielbeachteter „Kneipp ´scher Kräuter- und Erlebnispark“ angelegt, der auch von uns sofort besucht und bewundert wurde.  Mehrere Indoor-pools mit Jacuzzi, Kur- und Kosmetikanwendungen, Massagen usw. sorgen im Reigen mit dem übergroßen Meerwasserbecken im Außenbereich für ein angenehmes „sanus per aqua“-Erlebnis.

Im Vorfeld unseres Treffens bin ich mit meiner Partnerin Christine bereits einen Tag vorher angereist. Wir haben mit unseren Rädern die Küstengegend befahren und sind dabei auch der berühmten alten Eisenbahnstrecke, der „Parenzana“, gefolgt, die, im 19. Jhdt. Erbaut wurde, und Triest mit Porec verbunden hatte. Der heutige Radweg nützt, sehr zu unserer Freude, zwei längere Tunnels, durch die wir, von Strunjan (Salinen!) kommend, bei der Überwindung der Hügel nach Portoroz einige Meter an „Höhe“ sparen konnten. Flüssige Erfrischungen in einem Liegestuhl am Badestrand, sowie ein sehr gutes Mittagsmahl in Piran (Cozze Buzara!), gefolgt von einem Schleckeis, sorgten für das leibliche Wohl auf unserer Erkundungsfahrt.

Unser offizielles Meeting begann Dienstag, im Hotel, um 09.00 Uhr: Alenka begrüßte alle, stellte die Tagesordnung vor. Tuire aus Finnland brachte den Vorschlag ein, auf unserer DisCover55 Website möge Platz geschaffen werden, damit alle Regionen Informationen und Ansprechpartner platzieren könnten. Die offiziellen Vertreter von Isola treffen ein, wir stellen uns alle vor.

 In der Folge präsentierte Peter MOZE, Mitarbeiter der Tourismuszentrale, die Destination mit 5 Hotels, 4 Hostels, großer Marina etc.; 350.000 ÜN werden erzielt; das Hotel  Delfin liefert dazu eine Auslastung von 90% (Direktorin Nina Golob); eine Video-Präsentation über Izola rundete das Bild ab. Dean Kocjancic, der Tourismusdirektor steht als Präsentator, Werber und kompetenter Gesprächspartner zur Verfügung; er erzählt vom „Bürgermeisterwein des Jahres“ der aus einer Auswahl von Winzerprodukten jedes Jahr aufs Neue von der Stadt aufgekauft und bei diversen Anlässen verschenkt wird. Er berichtet auch von „Fischerfest“ und „Dinner am Pier“, führenden und populären kulinarischen Highlights der Stadt während der Saison. Giancarlo von Promotourist, ITA, prüft eine mögliche Kooperation mit Italien2

Maria Christina von SITI berichtet über das Vorhaben Chinas zur Weltausstellung 2017 „Tourism & Peace".

Der Nachmittag beginnt mit einer ausgedehnten Führung durch die Stadt, mit historischen Erklärungen und interessanten Details von Marko, unserem Guide. Wir besuchen das Museum, das die Vielfalt der Region hinsichtlich Schiffen, Eisenbahnhistorien, Handwerkskunst, berühmter Sportler Sloweniens präsentiert. Den Untergang des berühmten italienischen Kreuzfahrtschiffes „Rex“ aus 1944 nach einem britischen Torpedobeschuss vor Isola zeigt ein kleiner „Film in der Box“.

Zahlreiche Parks und historische Gebäude (wie die Musikschule) prägen das Stadtbild; wir durchwandern diese in allen Richtungen und erfreuen uns gegen Ende des ausgiebigen Rundganges in einem Strandcafe an einem guten Glas Bier bei Sonne und kräftigem Wind…

Von Dean Kocjancic haben wir erfahren, das diese Woche in den Gaststätten „Pedoci“ angeboten werden: Muscheln aller Art, meist Miesmuscheln auf Adriatische Art (Buzara), gemeint ist damit eine pikant-natürliche Kochbrühe mit Knoblauch, frischen Kräutern und Weissbrotbröseln für die Sämigkeit. Salz kann ja bei allen Muschelzubereitungen entfallen, weil die in der Hitze des Brat-/Kochgefässes „sterbenden“ Tierchen die Flüssigkeit ihrer Muschelhälften beim Öffnen abgeben.  

Das wollten auch wir genießen und begaben uns in das urig-rustikale (etwas finstere) „Moby Dick“, wo wir von den Muscheln wirklich angetan waren – mehrmals wurde Brot zum Tunken nachbestellt, damit auch der letzte Tropfen der Sauce aufgesaugt werden konnte. Der lokale „Malvasier“ versetzte uns überdies in gute und ausgelassene Abendstimmung.

In den Morgenstunden des folgenden Tages besuchten wir in der Nachbarschaft des Hotels Delfin das Resort San Simon, zur Bernardin-Gruppe gehörig. Ferien-, Freizeit-, Sport- und Erlebnishotel in mehreren Gebäuden in Vierstern-Qualität, sehr schön, sauber, aufgeräumt, mit einem zentralen Restaurant, über 200 Zimmer, nur 50 Mitarbeiter (?!), keine Auskünfte über Auslastung. Charmante Führung durch die Rezeptionschefin Katja Ersen, zufälligerweise die Ehefrau von Dean Kocjancic, der dort über 20 Jahre gewirkt hatte!

Wir lokalisierten mehrere Gruppen von Schülern aus Österreich, die mit ihren Lehrern Ballspiele und Kajakübungen absolvierten. Die Österreicher sind in diesem Resort über das Jahr verteilt auch die führende Gästeschicht.

Im Anschluss an unseren Besuch im San Simon folgte das vorgesehene Meeting der Steering-group mit  den Stakeholdern, den wichtigen Ansprechpartnern von Isola vor Ort – in Slowenisch. Darüber gibt es für uns, die Verantwortlichen, einen Bericht in Englisch.

Wir lernen auch Bozena Rasmussen aus den Faröer Inseln kennen, die heuer nun schon zum dritten Male die Gelegenheit nützt, mit ihren älteren nordischen Gästen einen ausgiebigen Frühlingsurlaub im Süden zu konsumieren. Sie gibt ausgiebig Auskunft über ihre bisherigen Erfahrungen in Bezug auf reisende Senioren, preist Vorzüge und gibt Vorschläge bei den wenigen gewünschten Verbesserungen für die Zukunft. So wünscht sie sich besser sichtbare Anzeigetafeln in den europäischen Hauptsprachen im Hotel und im Ort!!!

Das kurzweilige Nachmittagsprogramm dieses Tages, wieder geführt von Marko,  beginnt mit einem Besuch von Kopa, seiner Altstadt mit dem Schloss der Venezianer, der Stadtpfarrkirche mit einem Gemälde von Caravaggio aus dem 16. Jhdt. Schöne Stadt, verwinkelte Gassen, moderne Geschäfte und vieles mehr.

Weiter ging es mit unserem Bus durch und über das schon erwähnte „Hinterland“ durch alte Bergdörfer – tolle Aussicht von Karst und Meer… Bei einem „Agroturismo“ halten wir kurz, Pferdezucht, Landwirtschaft pur, klein, eher einfach; kleine Weinprobe „Refosk“ der einheimische Rote schmeckt gut. In einer alten Schule können wir eine sehr schöne, moderne und heimelige Herberge (hostel) besuchen, in der wir am liebsten gleich länger geblieben wären, so nett war alles eingerichtet und arrangiert – auch hier Landidylle pur in Ruhe und Beschaulichkeit, ein Plätzchen zum Verweilen. Man möchte E-Bikes anschaffen, das wäre praktisch, die Entfernung zum Meer und nach Isola beträgt immerhin ca. 15 Kilometer, bergab und dann natürlich wieder bergauf…

Über ein verregnetes Portoroz erreichen wir Piran und werden vor dem Hotel Tartini (berühmter Komponist) direkt auf dem schönen Hauptplatz der Stadt von Andrea, der Direktorin, empfangen. Während es außerhalb unserer Gartenschirme weiter regnet, lauschen wir alle dem kompetenten und sachkundigen Vortrag über ihr Business, dessen Stärken und Schwächen, zu allen Jahreszeiten… Die Getränke während dieser Stunde werden vom Haus dankenswerter Weise übernommen. Mit Marko schlendern wir über die Hafenpromenade von Piran und fahren mit dem Bus zurück nach Isola, ins Hotel, und danach zum „Probeessen“ in ein bestelltes Gartenrestaurant, wo wir gegrilltes aller Art im gegenseitigen Austausch, natürlich mit Refosk, uns ausgiebig schmecken lassen. Auch hier sind Nachahmungen durch Gäste, die meinen authentischen Bericht nachvollziehen möchten, jederzeit empfehlenswert!!!

Der Vormittag unseres letzten Meetingtages ist angefüllt mit einer SWOT-Analyse unserer Eindrücke. Stärken, Schwächen, Gelegenheiten/Möglichkeiten und Bedrohungen von Isola und Umgebung werden im Sinne unserer gemeinsamen Bewertungen für DisCover55 besprochen und dokumentiert.

Bussi, Bussi, schöne Reise zurück in die Heimat, und wir verteilen uns wieder nach Hause – in Italien, Finnland, Österreich und Ljubljana (Alenka).

Es war schön und hat uns sehr gefreut…

herzlich –

Euer Walter Prager

 

http://www.posso.at/

http://www.discover55.eu/de/

http://www.generationen.at

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Unser Tourismus- Experte Walter Prager berichtet aus Slowenien

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Liebe reisefreudige Senioren und Freunde von GEFAS, dem gemeinnützigen Verein für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen:

 

Hier findet Ihr meinen zweiten Reisebericht über die Fortsetzung des EU-Projektes in unserer Partnerregion Slowenien, nämlich in der Stadt Isola/Izola mit Umgebung, hier „Hinterland“ genannt.

Die doppelte Namensnennung weist schon auf die Besonderheit dieser, ursprünglich auf einer Insel erbauten, schönen Stadt hin - hier herrscht nämlich offizielle Zweisprachigkeit von Italienisch und Slowenisch, was auch von beiden „Volksgruppen“ eifrig geübt wird. Das Italienische findet sich in einer eigenen Communita samt Rechts- und Schulwesen wieder und geht bis ins 14. Jahrhundert zurück, denn Venedig war bis in 19. Jhdt. Herrin von Istrien. Österreich war dort nur Kurzzeitbesitzer bis zum unseligen Jahr 1918/19.

Isola mit seinen ca. 16.000 Bewohnern  liegt - eingebettet in seiner adriatischen Uferzone und halbkreisförmig diese schützend umgebende Berg/Hügelkette - zwischen der Hafen- und Handelsstadt Kopa und dem Tourismus-Hotspot Portoroz mit seinem prominenten Nachbarn Piran, früher Fischer-, heute Stadt mit Kunst, Kultur und Lebensfreude. Weltkulturerbe. Davon in meinem Bericht später mehr…

Unser slowenischer DisCover55-Partner ist ZDUS, mit mehr als 200.000 pensionierten Mitgliedern der größte Verein des Landes, auch im dortigen Parlament repräsentativ vertreten!  Eben zu dieser Gruppe gehört seit Jahren auch das führende Hotel Delfin, Tagungs-, Verpflegungs- und Unterbringungsunternehmen, auch für uns neun Experten aus ITA, FIN, SLO und AUT. Alenka Ogrin, unsere Organisatorin und slowenische Projektpartnerin hat alles im Vorhinein für uns gut organisiert, sodass die Mitarbeiter an der Rezeption es leicht hatten, unsere Zimmerschlüssel zu finden.

Das Hotel mit über 200 Zimmern in Dreisternqualität wurde 1980 erbaut und befindet sich baulich und optisch in einem sehr guten Zustand; die Angebote und Leistungen betreffend, gilt das Haus als Erholungs-, Genesungs-, See-, Kur- und Spahotel mit besonderem Schwerpunkt auf die Lehren und Erkenntnisse von Sebastian Kneipp!   Dazu wurde unlängst ein vielbeachteter „Kneipp ´scher Kräuter- und Erlebnispark“ angelegt, der auch von uns sofort besucht und bewundert wurde.  Mehrere Indoor-pools mit Jacuzzi, Kur- und Kosmetikanwendungen, Massagen usw. sorgen im Reigen mit dem übergroßen Meerwasserbecken im Außenbereich für ein angenehmes „sanus per aqua“-Erlebnis.

Im Vorfeld unseres Treffens bin ich mit meiner Partnerin Christine bereits einen Tag vorher angereist. Wir haben mit unseren Rädern die Küstengegend befahren und sind dabei auch der berühmten alten Eisenbahnstrecke, der „Parenzana“, gefolgt, die, im 19. Jhdt. Erbaut wurde, und Triest mit Porec verbunden hatte. Der heutige Radweg nützt, sehr zu unserer Freude, zwei längere Tunnels, durch die wir, von Strunjan (Salinen!) kommend, bei der Überwindung der Hügel nach Portoroz einige Meter an „Höhe“ sparen konnten. Flüssige Erfrischungen in einem Liegestuhl am Badestrand, sowie ein sehr gutes Mittagsmahl in Piran (Cozze Buzara!), gefolgt von einem Schleckeis, sorgten für das leibliche Wohl auf unserer Erkundungsfahrt.

Unser offizielles Meeting begann Dienstag, im Hotel, um 09.00 Uhr: Alenka begrüßte alle, stellte die Tagesordnung vor. Tuire aus Finnland brachte den Vorschlag ein, auf unserer DisCover55 Website möge Platz geschaffen werden, damit alle Regionen Informationen und Ansprechpartner platzieren könnten. Die offiziellen Vertreter von Isola treffen ein, wir stellen uns alle vor.

 In der Folge präsentierte Peter MOZE, Mitarbeiter der Tourismuszentrale, die Destination mit 5 Hotels, 4 Hostels, großer Marina etc.; 350.000 ÜN werden erzielt; das Hotel  Delfin liefert dazu eine Auslastung von 90% (Direktorin Nina Golob); eine Video-Präsentation über Izola rundete das Bild ab. Dean Kocjancic, der Tourismusdirektor steht als Präsentator, Werber und kompetenter Gesprächspartner zur Verfügung; er erzählt vom „Bürgermeisterwein des Jahres“ der aus einer Auswahl von Winzerprodukten jedes Jahr aufs Neue von der Stadt aufgekauft und bei diversen Anlässen verschenkt wird. Er berichtet auch von „Fischerfest“ und „Dinner am Pier“, führenden und populären kulinarischen Highlights der Stadt während der Saison. Giancarlo von Promotourist, ITA, prüft eine mögliche Kooperation mit Italien2

Maria Christina von SITI berichtet über das Vorhaben Chinas zur Weltausstellung 2017 „Tourism & Peace".

Der Nachmittag beginnt mit einer ausgedehnten Führung durch die Stadt, mit historischen Erklärungen und interessanten Details von Marko, unserem Guide. Wir besuchen das Museum, das die Vielfalt der Region hinsichtlich Schiffen, Eisenbahnhistorien, Handwerkskunst, berühmter Sportler Sloweniens präsentiert. Den Untergang des berühmten italienischen Kreuzfahrtschiffes „Rex“ aus 1944 nach einem britischen Torpedobeschuss vor Isola zeigt ein kleiner „Film in der Box“.

Zahlreiche Parks und historische Gebäude (wie die Musikschule) prägen das Stadtbild; wir durchwandern diese in allen Richtungen und erfreuen uns gegen Ende des ausgiebigen Rundganges in einem Strandcafe an einem guten Glas Bier bei Sonne und kräftigem Wind…

Von Dean Kocjancic haben wir erfahren, das diese Woche in den Gaststätten „Pedoci“ angeboten werden: Muscheln aller Art, meist Miesmuscheln auf Adriatische Art (Buzara), gemeint ist damit eine pikant-natürliche Kochbrühe mit Knoblauch, frischen Kräutern und Weissbrotbröseln für die Sämigkeit. Salz kann ja bei allen Muschelzubereitungen entfallen, weil die in der Hitze des Brat-/Kochgefässes „sterbenden“ Tierchen die Flüssigkeit ihrer Muschelhälften beim Öffnen abgeben.  

Das wollten auch wir genießen und begaben uns in das urig-rustikale (etwas finstere) „Moby Dick“, wo wir von den Muscheln wirklich angetan waren – mehrmals wurde Brot zum Tunken nachbestellt, damit auch der letzte Tropfen der Sauce aufgesaugt werden konnte. Der lokale „Malvasier“ versetzte uns überdies in gute und ausgelassene Abendstimmung.

In den Morgenstunden des folgenden Tages besuchten wir in der Nachbarschaft des Hotels Delfin das Resort San Simon, zur Bernardin-Gruppe gehörig. Ferien-, Freizeit-, Sport- und Erlebnishotel in mehreren Gebäuden in Vierstern-Qualität, sehr schön, sauber, aufgeräumt, mit einem zentralen Restaurant, über 200 Zimmer, nur 50 Mitarbeiter (?!), keine Auskünfte über Auslastung. Charmante Führung durch die Rezeptionschefin Katja Ersen, zufälligerweise die Ehefrau von Dean Kocjancic, der dort über 20 Jahre gewirkt hatte!

Wir lokalisierten mehrere Gruppen von Schülern aus Österreich, die mit ihren Lehrern Ballspiele und Kajakübungen absolvierten. Die Österreicher sind in diesem Resort über das Jahr verteilt auch die führende Gästeschicht.

Im Anschluss an unseren Besuch im San Simon folgte das vorgesehene Meeting der Steering-group mit  den Stakeholdern, den wichtigen Ansprechpartnern von Isola vor Ort – in Slowenisch. Darüber gibt es für uns, die Verantwortlichen, einen Bericht in Englisch.

Wir lernen auch Bozena Rasmussen aus den Faröer Inseln kennen, die heuer nun schon zum dritten Male die Gelegenheit nützt, mit ihren älteren nordischen Gästen einen ausgiebigen Frühlingsurlaub im Süden zu konsumieren. Sie gibt ausgiebig Auskunft über ihre bisherigen Erfahrungen in Bezug auf reisende Senioren, preist Vorzüge und gibt Vorschläge bei den wenigen gewünschten Verbesserungen für die Zukunft. So wünscht sie sich besser sichtbare Anzeigetafeln in den europäischen Hauptsprachen im Hotel und im Ort!!!

Das kurzweilige Nachmittagsprogramm dieses Tages, wieder geführt von Marko,  beginnt mit einem Besuch von Kopa, seiner Altstadt mit dem Schloss der Venezianer, der Stadtpfarrkirche mit einem Gemälde von Caravaggio aus dem 16. Jhdt. Schöne Stadt, verwinkelte Gassen, moderne Geschäfte und vieles mehr.

Weiter ging es mit unserem Bus durch und über das schon erwähnte „Hinterland“ durch alte Bergdörfer – tolle Aussicht von Karst und Meer… Bei einem „Agroturismo“ halten wir kurz, Pferdezucht, Landwirtschaft pur, klein, eher einfach; kleine Weinprobe „Refosk“ der einheimische Rote schmeckt gut. In einer alten Schule können wir eine sehr schöne, moderne und heimelige Herberge (hostel) besuchen, in der wir am liebsten gleich länger geblieben wären, so nett war alles eingerichtet und arrangiert – auch hier Landidylle pur in Ruhe und Beschaulichkeit, ein Plätzchen zum Verweilen. Man möchte E-Bikes anschaffen, das wäre praktisch, die Entfernung zum Meer und nach Isola beträgt immerhin ca. 15 Kilometer, bergab und dann natürlich wieder bergauf…

Über ein verregnetes Portoroz erreichen wir Piran und werden vor dem Hotel Tartini (berühmter Komponist) direkt auf dem schönen Hauptplatz der Stadt von Andrea, der Direktorin, empfangen. Während es außerhalb unserer Gartenschirme weiter regnet, lauschen wir alle dem kompetenten und sachkundigen Vortrag über ihr Business, dessen Stärken und Schwächen, zu allen Jahreszeiten… Die Getränke während dieser Stunde werden vom Haus dankenswerter Weise übernommen. Mit Marko schlendern wir über die Hafenpromenade von Piran und fahren mit dem Bus zurück nach Isola, ins Hotel, und danach zum „Probeessen“ in ein bestelltes Gartenrestaurant, wo wir gegrilltes aller Art im gegenseitigen Austausch, natürlich mit Refosk, uns ausgiebig schmecken lassen. Auch hier sind Nachahmungen durch Gäste, die meinen authentischen Bericht nachvollziehen möchten, jederzeit empfehlenswert!!!

Der Vormittag unseres letzten Meetingtages ist angefüllt mit einer SWOT-Analyse unserer Eindrücke. Stärken, Schwächen, Gelegenheiten/Möglichkeiten und Bedrohungen von Isola und Umgebung werden im Sinne unserer gemeinsamen Bewertungen für DisCover55 besprochen und dokumentiert.

Bussi, Bussi, schöne Reise zurück in die Heimat, und wir verteilen uns wieder nach Hause – in Italien, Finnland, Österreich und Ljubljana (Alenka).

Es war schön und hat uns sehr gefreut…

herzlich –

Euer Walter Prager

 

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