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SeniorenInnen in Finnland

DISCOVER 55

Unser Tourismus- Experte Walter Prager berichtet aus Finnland

Liebe reisefreudige Senioren und Freunde von GEFAS, dem gemeinnützigen Verein für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen:

 

Zehn Jahre ist es mittlerweile her, dass ich in Savonlinna weilte, auf der Durchreise an das Nordkap; Vieles hat sich verändert, vor allem in Bezug auf die Bebauung und die Infrastruktur, wie der Taxifahrer in Savonlinna bemerkte…

Doch erst der Reihe nach: Über Ljubljana, wo ich ein günstiges Flugangebot gefunden hatte, flog ich 2,5 Stunden mit Finnair quer über Europa nach Helsinki, zwei Stunden später mit Airlink und einer kleinen Turboprop-Maschine der Budapest-Airline-Service (!) in einem wunderschönen Flug am Spätnachmittag über die Finnische Seenplatte zum kleinen regionalen Flugplatz nach Savonlinna, zum berühmten Saimaa-See, dem grössten zusammenhängenden Seengebiet in Europa…

Der erwähnte Taxifahrer wartete schon mit meinem Namenstäfelchen und ab ging die 20 Minuten-Fahrt zum SPA-Casino-Hotel, wo unser finnischer Organisator Pelle und die KollegInnen warteten, um mit mir um 19.00 Uhr in ein für seine Fische bekanntes Restaurant in der Stadt zu schlendern!

Kleine gebratene Fischchen mit Brot und Barschfilets mit grünem Spargel an Sauce Hollandaise, begleitet von trockenen italienischen Weissweinen vermittelten eine wohltuende Einführung in die nördliche Lebens- und Genusswelt… Und erst  das Dessert – Mohr im Hemd mit frischem Erdbeerdekor und Eiskugel, mmmh! Die Bedienung angenehm, anglophil und diskret, sehr freundlich!

Zu guter Letzt verwöhnte mich Pelle mit einer privaten Stadtrundfahrt durch die Stadt, die auf vier Inseln verteilt, malerisch in die Landschaft gebaut wurde – mit Olanvinlinna, der berühmten mittelalterlichen Burg, auf der auch heuer die berühmten Opernfestspiele im Juli und August stattfinden werden.

Der nächste Tag empfing uns - neben dem einfachen Frühstück – mit starkem Regen und Wind aus allen Richtungen, ganz wie von Pelle und den Meteorologen vorhergesagt.

Mit Sonne im Herzen folgten wir unserem Forschungsprogramm mit dem Stadtrundgang, vorbei am Markt (leer), alten Holzhäusern, bis hin zum Stadtmuseum mit Fokussierung auf die dortige Schifffahrt- Dampfschiffe, Lastschiffe aus Holz mit Teerabdichtungen und interessanten Kajüten für Mann und mehr; begleitet von Regenböen und tapferem Abwettern der mehrmals  umgedrehten Regenschirme, die wir im Hotel borgen konnten…

Und dann – endlich – Olavinlinna, Besuch der berühmten Burg, mit sehr engagierter junger Führerin vom „Keller bis zum Dachboden“, also dem Königsaal bis zu den drei Türmen hinauf; im Innenhof die beregnete Bedachung des Zuschauerraums für die Aufführungen, alles sehr interessant und in historischem Ambiente. Teilweise war es finster und wie in alten Zeiten eben – nicht eben, mit Treppenunterschieden von 25cm und mehr eher beschwerlich, auf wie ab, wenn nicht sogar gefährlich, noch dazu auf Wendeltreppen!!! 

Nach einer Stunde war die Führung zu Ende – für die Sorgfalt und Geduld wurden wir im Burgrestaurant-Buffet mit sehr gutem Imbiss warm-kalt inklusive Kaffee und Creme mit Beerenkompott beschenkt – um günstige neun bis 15 Euro!

Mittlerweile hatte es zu regnen aufgehört, sodass wir trockenen Hauptes (aber nicht Fusses) zurück im Hotel angekommen waren, um von dort mit PKW´s weiter nach Punkaharju, ca. 30 km südlich von Savonlinna, zu fahren. Unterwegs besuchten wir (mit Kuchen und Kaffee) ein interessantes Indoor- und Outdoor-Sportzentrum mit Fitnesszentren und Eisbahn…

Auf der Weiterreise  kamen wir bei der berühmten und übermächtigen Lutherischen Holzkirche für 800 Gläubige in Kerimäki vorbei und staunten – ohne Worte! Ein Meisterwerk der Holzbaukünstler und –Architekten!

Jetzt ist aber ein Wort über die Gefühle des Reisens in diesem Gebiet nötig: Wo immer wir auch  fuhren, das Wasser der umgebenden Seen war überall gegenwärtig; ein Gefühl der Ruhe und Sicherheit umgab uns, beschattet von Tausenden, ja Millionen von (vorwiegend) Birken und auch Nadelhölzern. Ruhe, Beschaulichkeit und Gelassenheit begannen, von uns Besitz zu ergreifen und führten zu nördlichem Wohlbehagen.

Nach anfänglichen Weg-Verirrungen (Pelle war nach Savonlinna zurück gefahren fanden wir nach Recherche auf Übersichtskarten am Strassenrand zum Hotel Alvion, dem ersten Touristenhotel Finnlands (vor mehr als 100 Jahren), das, von einem finnischen „Supermodel“ gekauft, derzeit um (Millionen?) umgebaut und wieder eröffnet werden soll .

Es wurde schon Abend, als wir schliesslich in Kruunupuisto, unserem heutigen Ziel anlangten. Die Überraschung war gross – zahlreiche Gebäude, zusammenhängend und frei stehend direkt am Seeufer teilweise ebenfalls mehr als 100 Jahre alt – aber sichtlich auf modernem Niveau arrangiert – ein Sanatorium, ein Reha-Zentrum, ein Altersheim für finnische Senioren, ein Hoteltrakt für etwaige Besucher (wie wir) – ein Paradies als letzte Konsequenz des irdischen Daseins: 60% Rollstuhlgäste…

Tuire, unsere finnische Partnerin und (Senioren-)Studentin des Tourismus aus Mikkeli hatte für den Abend ein Zusammentreffen mit Hannes Hennen, dem langjährigen Geschäftsführer eines HAPIMAG-Cottageparks in der Nähe von Kruunupuisto, arrangiert. Er hat uns eingeladen, seinen neuen Geschäftszweig (Vermietung an Selbstzahler) kennen zu lernen. Die delikate finnische Jause mit allerlei Rotweinen, Tee und Kaffee schuf alsbald eine gute Stimmung rundherum; besinnlich-romantischer Abschluss als abendlicher Höhepunkt in einer Barbecue-Hütte am See rund um ein warmes Herdfeuer…

Zurück im Hotel verbrachten wir eine Zeit damit, die Zimmer zu finden: Mehrere Aufzüge, die zu einzelnen Teilen der Liegenschaft führten, verwirrten uns ziemlich; schliesslich fanden wir doch alle ins Bett…

Der nächste Morgen erwartete uns mit einem sportlichen Event –1,5 Stunden Nordic Walking-Tour mit weiblichem Guide im Seengebiet rund ums Hotel – sehr nett, sportlich und aufbauend.

Radio Savonlinna interviewte mich unterwegs über das Projekt und das „Jungbleiben beim Altwerden…“

Als nächster Höhepunkt stand ein Besuch des „National Museum of Forest“, in Lusto; das bemerkenswerte Waldmuseum, mit einem grandiosen Überblick über alle Aspekte des Holzes, der Gewinnung, Abholung und Verwendung des Holzers, gepaart mit Ausstellungen moderner Künstler usw. auf dem Programm. Sehr sehenswert!

Wie schon in der Burg Olavinlinna genossen wir auch in Lusto ein Buffet-Lunch im Museum, köstlich und ebenfalls sehr günstig.

Am Nachmittag galt es zu arbeiten: Eine SWOT-Analyse, Fachdiskussionen und Meinungsaustausch rundeten unseren Fachbesuch in Finnland ab; Planungen für Izola und Vulkanland boten Aussichten für die nähere Zukunft.

Meine Rückfahrt am nächsten und letzten Tag erfolgte gemeinsam mit Raffaella und Giancarlo mit deren Leihwagen in 4,5 Stunden nach Helsinki und von dort mit Finnair (Air Berlin) zurück nach Ljubljana, gefolgt von der Heimreise mit dem eigenen PKW…

Liebe Freunde, ich kann nur sagen, wer mich auf einer passenden Reise in den Norden, ähnlich wie hier beschrieben, begleiten möchte, melde sich bitte per Telefon +43-664-8917442, oder per Email office@posso.at für nähere Informationen.

Das Land, das Gebiet, die Landschaft, die Ruhe und Sicherheit, das was wir erleben können, ist einzigartig, lasst uns dies gemeinsam geniessen!

 

Herzliche Grüsse

Walter Erich Prager

 

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