Rosemarie Kurz Portrait

Dr.in Rosemarie Kurz ist Ehrenpräsidentin der GEFAS

Engagement, der gute Name und die Freude am Tun

Energiegeladen – man könnte sogar sagen: energisch – und voller Ideen, so kennt man die GEFAS-Gründerin über die Stadtgrenzen hinweg. Gerade aus Norwegen zurückgekehrt, wo sie bei einem bilaterales EU Treffen ihre Sicht des Generationenzusammenhalts referierte, stand uns Dr.in Rosemarie Kurz für drei Fragen Rede und Antwort.

 

Was gab und gibt Ihnen die Kraft, Organisationen wie die GEFAS zu gründen, aufzubauen und zu führen?

Rosemarie Kurz: Es ist die Lust am Tun und es ist die Freude daran, sich für gesellschaftliche Fragen einzusetzen. Daher habe ich auch Bildungsangebote entwickelt und weiter geführt, die es verschiedensten Menschen ermöglichen, an der Gesellschaft zu partizipieren. Interessierte werden darauf vorbereitet, außerhalb ihres bisherigen Wirkungsbereichs sinnvolles für unsere Gesellschaft zu tun.

Wie verlief die Entwicklung der GEFAS aus ihrer Sicht: Was waren die Highlights, welche heiklen Situationen gab es zu überwinden?

Rosemarie Kurz: Es war von Anfang an schwierig, auch weil es immer eine finanzielle Frage war. Solange ich die GEFAS geführt habe, hat es keinerlei Basisfinanzierung gegeben und um meine vielen Pilotprojekte durchführen zu können, musste ich ständig Neues entwickeln und musste beobachten, was sich in der Gesellschaft tut und wo es einen Bedarf gab. Außerdem musste ich mit Organisationen zu Recht kommen, die mit der GEFAS und ihrer überparteilichen Haltung keine Freude hatten. Es war ein Kampf, nur haben meine Gegner übersehen, dass mich Kampf motiviert.

Gibt es eine Zukunft für so kleine, aber feine Vereine wie die Gefas? Was soll und kann die Gefas machen, um unter den immer schwierigeren Rahmenbedingungen weiter zu bestehen?

Rosemarie Kurz: Ich würde sagen, die Rahmenbedingungen sind nicht schwieriger geworden. Für die GEFAS ist es heute sogar insofern leichter als früher, weil sie bereits einen guten Namen hat. Was die GEFAS weiterbringen wird, ist der Engagent für wichtige gesellschaftliche Fragen. Wenn es nur um das bloße Überleben geht, dann wird die Arbeit mühsam. Es ist daher von besonderer Bedeutung zu hundert Prozent hinter einem Vorhaben zu stehen und Sinn in dessen Umsetzung zu sehen. Dann werden Vereine wie die GEFAS auch in Zukunft ihren Platz   in der Gesellschaft finden und verteidigen können.