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Gelebte Sprache - Workshop

In einer wirklich sehr schönen Atmosphäre fand unser Workshop am 6. Juni 2019 zum Thema "Gelebte Sprache" statt! Wir freuen uns, dass wir in dieser vielfältigen Frauengruppe viel Spaß hatten, sehr spannende Diskussionen führen konnten und uns auf vieles Neues einlassen konnten.

Gestartet wurde mit einer Übung im Garten, wo wir uns mit verstärktem Bewusstsein für Körpersprache, Tonlage, Berührung und Augenkontakt gegenseitig begrüßten.

Als nächstes widmeten wir uns den Sprachen, die uns ausmachen: Sprachen, die wir sprechen, die wir verstehen, die wir hören, die wir lernen möchten oder wieder vergessen haben. Anhand von Körperumrissen wurden die Sprachen Körperregionen zugeordnet und mithilfe von Farbstiften konnten Emotionen sichtbar gemacht werden. Bei dieser Übung wurde erst offensichtlich, welche breite Bedeutung Sprache in unserem Leben spielt. Zu ihr gehören Mimik und Gestik, Augenkontakt und Stimme. Mit dem Herzen hören wir hin, mit den Händen zeigen wir, was wir uns wünschen.

Um uns nach der konzentrierten Arbeit wieder aufzulockern, wurde Christa Wascher, Kursleiterin der GEFAS Wirbelsäulengymnastik, kurzerhand gebeten, uns ein paar Übungen zu zeigen. Vielen Dank dafür!

Ein weiterer Programmpunkt unseres Workshops zur gelebten Sprache war der Umgang mit Stammtischparolen. Nachdem wir den Begriff definiert hatten, fielen uns einige dieser blöden Sprüche ein, gegen die man sich oft sprachlos fühlt: Dazu gehören zum Beispiel Witze, Herabwürdigungen, Verallgemeinerungen und Stereotype, die sich gegen Menschen richten. Dagegen kommt man mit verschiedenen Strategien an: ruhig bleiben oder doch laut werden?, immer weiter nachfragen, bis der andere müde wird oder sogar nachzudenken beginnt, Gegenbeispiele bringen und auf der Sachebene argumentieren, die Gefühlsebene und Metaebene ansprechen, beobachten, sich gegenseitig unterstützen, auch mal umdrehen und weggehen...

Zuletzt versuchten wir uns noch an einem theoretischen Konzept gewaltfreier Kommunikation und wie man es in die Tat umsetzen kann. Demnach hat jede und jeder einen Wolf und eine Giraffe in sich. Die Giraffe steht für gewaltfreie Kommunikation, ihr langer Hals steht für Weisheit, ihr großes Herz für Mitgefühl. Beobachten ohne zu bewerten, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen und Bitten formulieren soll das Bewerten und Verurteilen des Gegenübers und das Fordern ablösen.

Zwischendurch konnten wir uns an einer selbstgemachten Pastete und einem selbstgemachten Kuchen stärken... VIELEN DANK den Bäckerinnen!

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung für die Förderung, beim vinzenz muchitsch haus von Jugend am Werk für den wunderbaren Veranstaltungsort und bei unseren Partnerinnen Cornelia Sulzbacher, Barbara Amreich, Endah Ebner und Barbara Schmiedl und den Organisationen Referat für Generationenfragen der ÖH Uni Graz, MigrantInnenbeirat der Stadt Graz und ETC Graz (European Training and Research Center for Human Rights and Democracy).